Wo liegen die Gründe für die Preisunterschiede?

preisunterschiedeWir wissen, dass je nach Fabrikat Preisdifferenzen von bis zu 20% entstehen können. Es gibt aber keine Pauschalursache, verschiedene Gründe können in Frage kommen. Nachfolgend sind 5 Punkte aufgeführt, welche Sie kontrollieren und vergleichen können:

Produktionsland Schweiz

Die meisten Wärmepumpen, welche heute in der Schweiz auf den Markt kommen, stammen aus dem Ausland. Einerseits kostet die Herstellung in der Schweiz sicherlich mehr als im angrenzenden Ausland (Deutschland oder Österreich). Andererseits verdient man im Verkauf an solchen Produkten auch deutlich mehr. Viele der heutigen Splitgeräte kommen zudem aus dem asiatischen Raum. Hier ist die Differenz natürlich noch einmal etwas grösser. So haben auch Schweizer Produzenten angefangen, Produkte im Ausland einzukaufen und diese nur noch entsprechend zu labeln, bevor Sie sie auf dem Markt verkaufen.

Qualität und Langlebigkeit

Nicht alles was die Garantiezeit übersteht ist auch automatisch gut! Bei der Striega-Therm AG wird Qualität gross geschrieben. Wir bauen Wärmepumpen welche möglichst lange halten sollen. Dieses Rezept geht auf. Die Kunden sind glücklich und das spricht sich herum. Die verschieden Komponenten sind robust und für eine lange Lebensdauer ausgelegt. Vergleichen Sie doch einmal nur das Gewicht!

Dann zur Langlebigkeit. Auch bei uns sind schon Anlagen vor dem 10 Betriebsjahr ausgestiegen. Es zeigt sich aber, dass unsere Anlagen im Durchschnitt 15-25 Jahr in Betrieb sind. (Marktschnitt ist wohl etwa bei 12-15 Jahren) Natürlich gibt es auch nach Oben Ausreisser. So wurde die allererste Wärmepumpe nach 30 Jahren prophylaktisch ersetzt. Wir können nur auf unsere bestehenden Kunden verweisen. Gerne geben wir Ihnen Referenzanlagen in ihrer Umgebung an.

Unterhalt und Service

Wir verdienen unser Geld mit der Produktion und der Montage unserer Wärmepumpen, nicht mit dem Service. Unsere Anlagen sind wartungsarm und daher im Unterhalt durchschnittlich günstiger. Grundsätzlich empfehlen wir bei unseren Wärmepumpen, einen Serviceintervall von 5 Jahren. Hier gibt es je nach Mitbewerber unterschiedliche Ansichten. Ein Vergleich lohnt sich.

Hydraulische Umsetzung

Bei der hydraulischen Umsetzung können ebenfalls grosse Preisdifferenzen entstehen. 
Mit der falschen Hydraulik wird die effizienteste Wärmepumpe nur mittelmässig arbeiten. Daher ist es wirklich wichtig, diesem Thema spezielle Aufmerksamkeit zu schenken.
Eine Patentlösung gibt es nicht. Je nach Haus- und Heizungstypen, aber auch je nach Benutzerverhalten bedingt es eine spezifische Lösung. Es gilt hier eine spezifische Lösung  für die jeweilige Situation zu finden.

Beeinflussende Faktoren: Wärmepumpenart, Wärmeabgabesystem, Art der Wasseraufbereitung, Tarif-, Sperrzeitensituation des Stromversorgers, etc.

Gerne zeigen wir Ihnen in einem Gespräch die verschiedenen Möglichkeiten auf.

Wir möchten ihnen Anhand eines kleinen Beispiels zeigen, wie unterschiedlich Hydraulik- Lösungen sein können.

Beispiel:

Ausgangssituation:
Haus Bj. 1985, Oelheizung mit Radiatoren, Boiler wird elektrisch geladen; alle Komponenten im Originalzustand


Heizungssanierung Variante 1) günstig:
Luftwasser Wärmepumpe ohne Heizungsspeicher, Boiler (neu) wird elektrisch geladen.


Heizungssanierung Variante 2) Stand der Technik 2014 :
Luftwasser Wärmepumpe mit Heizungsspeicher, Registerboiler (neu) wird mittels Wärmepumpe geladen


 Variante 1 ist günstiger, weil auf folgende Positionen verzichtet wurde:
-       Heizungsspeicher
-       Heizkreis ab Speicher
-       Registerboiler

Was aber bedeutet das für Sie?

Der Verzicht auf den Heizungsspeicher bewirkt:

-       mehr Verdichter-Starts (takten, kürzere Verdichter-Lebensdauer)
-       mehr kurze Abtauungen anstatt 1 lange
-       rasches auskühlen der Radiatoren bei EW Sperrzeit
-    unnötig hohe Strömungsgeschwindigkeit (pfeifen) in den Radiatoren

Heizungsinstallateur und Elektriker

Wenn unterschiedliche Produkte offeriert werden, geschieht oft der Fehler, dass einfach die Produkte (Preis) verglichen werden. So wird Produkt A einfach mit Produkt B verglichen. Es geht aber um die Gesamtkosten, diese sind schlussendlich entscheidend. Bei unseren Produkten hat der Heizungsinstallateur einen Minderaufwand. Beispielsweise liefern und montieren wir sowohl das Innen- als auch das Aussengerät komplett. Der Installateur hat, bis auf den Heizungsanschluss, mit der Wärmepumpenmontage nicht zu tun. Unser Elektroschaltschrank ist mit einem 10-poligen Kabel mit der Wärmepumpe verbunden. Auch dieser wird von uns montiert. Der Aufwand für den Elektriker ist bei unseren Wärmepumpen also deutlich kleiner.

Fragen Sie Installateure, welche bereits mit uns gearbeitet haben. Diese werden ihnen dies gerne bestätigen.

Quelle: STRIEGA THERM AG

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Serviceintervall und -Kosten

servicekostenWir empfehlen bei unseren Wärmepumpen einen Service-Intervall von 5 Jahren.

Dies reicht im Normalfall völlig aus. Wir wissen, dass dies in der Heizungsbranche sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Klar könnte man jetzt hier schreiben dass unsere Produkte, gerade weil Sie so gut sind, erst nach 5 Jahren einen Service benötigen.

Vielmehr ist der Unterschied aber dort zu suchen, weil einige unserer Mitbewerber ihr Geld vorwiegend im Service verdienen. So kommen Wärmepumpen zwar etwas günstiger auf den Markt, kosten dann aber auf Dauer wesentlich mehr.

Natürlich variieren auch die Kosten je nach Wärmpumpenhersteller. Bei uns belaufen sich die Kosten zwischen 300.- und 500.- pro Service. Bei einem 5 Jahresrhythmus entstehen ihnen somit Kosten zwischen 60.- bis 100.-/Jahr.

Auch hier lohnt sich ein Vergleich

Quelle: STRIEGA THERM AG

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Wie viel Schweiz ist drin?

swissmadeEinerseits sind wir immer auf der Suche nach den qualitativ besten Komponenten, andererseits sind wir natürlich auch sehr bemüht, die Produktionskosten nicht weiter zu erhöhen um am Markt konkurrenzfähig zu bleiben. So gibt es Produkte wie Kompressoren/Verdichter, welche in der Schweiz nicht hergestellt werden und daher im Ausland eingekauft werden. Bei den Verdampfer-Batterien als Beispiel, gibt es zwar Hersteller in der Schweiz. Diese haben sich aber auf Spezial- und Einzelanfertigungen konzentriert und würden den Preisrahmen bei weitem sprengen.

Sämtliche Metallkonstruktionen (Chasis, Bleche etc.) werden bei der Firma ABT in Zofingen hergestellt. Diese Teile werden auch in der Schweiz lackiert.

Die Elektroschaltschränke werden zum Beispiel mit der Firma Elpex aus Grenchen realisiert. Im Bereich der 10-poligen Steckverbindungen (Kabel) arbeiten wir mit dem AZB (Arbeitszentrum für Behinderte) zusammen.

Am Besten vereinbaren Sie mit uns einen Termin und schauen sich die Produktion in Rothrist an.

Quelle: STRIEGA THERM AG

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Welche Energien nutzen und erzeugen Wärmepumpen?

Wärmepumpen erzeugen aus 75% Umweltwärme und 25% Antriebsenergie (meistens Elektrizität, möglich ist auch Gas, allerdings mit anderen Wirkungsgraden) 100% Nutzwärme, die für die Raum- heizung und Warmwassererwärmung eingesetzt werden kann (Figur 1). Umweltwärme ist überall in der nahen Umgebung verfügbar. In der Luft, in der Erde und im Wasser sind gewaltige Energiemengen gespeichert, die durch Sonneneinstrahlung, Niederschläge und dem Wärmenachfluss aus dem Erdinnern ständig auf natürliche Art erneuert werden.Figur 1: Funktionsprinzip der Wärmepumpe mit Energieflüssen.
Figur 1: Funktionsprinzip der Wärmepumpe mit Energieflüssen.

a) Wärmequelle Luft

faq-a2Umgebungsluft ist überall und in beliebigen Mengen vor- handen und kann deshalb problemlos und auf einfache Art und Weise als Wärmequelle genutzt werden. Die Nutzung dieser Wärmequelle ist kostenlos und verlangt keine be- sondere Bewilligung (evtl. Baubewilligung). Luft/Wasser- Wärmepumpen geben die gewonnene Wärme an ein herkömmliches Heizungssystem (Bodenheizung, Radiatoren) oder an eine Wassererwärmungsanlage ab. Luft/Luft-Wärmepumpen geben die gewonnene Wärme an ein Lüftungssystem ab.

Die Umgebungsluft wird über Luftkanäle zur Wärmepumpe gebracht. Die genutzte, um einige Grad abgekühlte Umgebungsluft wird über Luftkanäle wieder ausgeblasen. Die Erneuerung der genutzten Wärme erfolgt praktisch durch Luftaustausch und thermisch durch die natürlichen Er- wärmungsprozesse im Tages- bzw. im jahreszeitlichen Verlauf.

b) Wärmequelle Erdreich (Erdwärme)

faq-a3Die im Erdreich gespeicherte natürliche Energie lässt sich
auf einfache Art nutzen: mit vertikalen Erdwärmesonden,
die bis 300 Meter tief in den Untergrund verteuft werden.
Der Einbau von Erdwärmesonden ist immer
bewilligungspflichtig (Kantone, Gemeinden). Daneben gibt
es weitere Möglichkeiten zur Erdwärmenutzung:
Energiepfähle, Energiekörbe oder Erdregister. Der Einbau
solcher Systeme kann bewilligungspflichtig sein. Diese
Systeme haben gemeinsam, dass sie auf der Quellenseite
alle aus geschlossenen Kreisläufen bestehen. Im
Untergrund wird also kein Material ausgetauscht sondern nur Wärme. Im Rohrsystem im Unter- grund zirkuliert vorwiegend eine Sole, welche aus Wasser und Frostschutzmittel besteht. Die Wärmepumpe wird deshalb als eine Sole/Wasser-Wärmpumpe bezeichnet. Mit der Wärmequelle Erdreich kann nicht nur geheizt, sondern auch gekühlt werden.

Über 99% der Erdkugel ist wärmer als 1000 Grad. Der geothermische Wärmefluss strömt aus dem Erdinneren nach aussen. Von der Erdoberfläche bis 300 Meter Tiefe steigt die Temperatur li- near auf knapp 20 °C an (12°C bei 100 Meter von der Oberfläche und danach Temperatureinstieg von 3°C pro 100 Meter). Der von der Erdwärmesonde abgekühlte Untergrund wird durch natürli- che Wärmeleitung laufend wieder erwärmt. Die Wärme fliesst von allen Seiten nach. Je nach Un- tergrundeigenschaften kann dies schneller oder langsamer geschehen. Der Nachfluss der Wärme erfolgt immer von jenen Stellen im Untergrund, wo es momentan gerade wärmer ist als um die Erdwärmesonde herum. Erdwärmesonden werden so dimensioniert, dass immer ausreichend Wärme nachfliesst.

c) Wärmequelle Wasser

faq-a4Grundwasser weist das ganze Jahr hindurch eine nahezu konstante Temperatur auf und ist deshalb als Wärmequelle für eine Wärmepumpen-Heizung optimal. Aber auch Oberflächenwasser aus Seen, Flüssen und Bächen kann als Wärmequelle eingesetzt werden. Der Betrieb einer sol- chen Wasser/Wasser-Wärmepumpe ist immer bewilligungs- und konzessionspflichtig (Kantone, Gemeinden).

Der Grundwasserleiter wird über eine Brunnenbohrung erschlossen. Dies erfordert immer eine hydrogeologische Vorabklärung (Geologen) und im Zweifels- fall eine Wasseranalyse. Das Rohrsystem, welches zur Wärmequelle führt, fasst das zu nutzende Wasser und leitet es zur Wärmepumpe. Das abgekühlte Wasser wird über eine Rohrleitung in der Regel wieder ins Herkunftssystem zurückgeführt. Es ist also kein geschlossenes, sondern ein of- fenes System. Mit der Wärmequelle Wasser kann nicht nur geheizt, sondern auch gekühlt werden.

Die genutzte Wärmemenge des Grund- oder Oberflächenwassers wird durch den natürlichen Wassernachfluss sofort wieder erneuert.

Quelle: Richard Phillips: " Wärmepumpen – häufig gestellte Fragen", Bundesamt für Energie BFE, Februar 2010

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Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energie mit Wärmepumpen?

Erneuerbare Energien sind nachhaltig, unbegrenzt und kostenfrei vorhanden. Bei der Nutzung für die Wärmeerzeugung belasten sie die Umwelt nicht. Im Gegenteil, sie reduzieren die Umweltbelastung von Kohlendioxyd (CO2), Stickoxyd (NOx), Schwefeldioxyd (SO2), Feinstaub etc. Die Verwendung von erneuerbaren Energien ist für die Zukunft wegweisend und erhöht den Wert von Liegenschaften.

Wie hoch ist der Anteil an erneuerbarer Energie bei verschiedenen Wärmeerzeugungssystemen für die Gebäudebeheizung und für die Warmwassererzeugung? Der gesamte Energiebedarf beträgt 100%, basierend auf den aktuellen Bauvorschriften. Die aufgeführten Werte sind Grössenordungen.

Heizsystem

Zusatzkomponenten

Primärenergie

Hilfsenergie

erneuerbare Energie

Luft/Wasser-WP

keine

Strom 30 – 40 %

in Primärenergie enthalten

60 – 70 %

Erdsonden-WP / Wasser-WP

keine

Strom 20 – 30 %

in Primärenergie enthalten

70 – 80 %

Luft/Luft- WP Quelle: Fortluft

keine

Strom 10 – 15 %

in Primärenergie enthalten

85 – 90 %

Holzkessel

Gebläse elektrisch

Holz *

Strom 5 %

95 %
*ist zugleich Primärenergie

Ölkessel kombiniert mit Solar für Warmwasser

Gebläse und Ölpumpe elektrisch

Heizöl 85 %

Strom 3 %

10 - 12 %

Gaskessel kombiniert mit Solar für Warmwasser

Gebläse elektrisch

Gas 85 %

Strom 3 %

10 – 12 %

Kann man Wärmepumpensysteme mit Solaranlagen kombinieren? Ja. Die Kombination eignet sich und erhöht die Anlageeffizienz im Sommer und in der Übergangszeit. Je nach Baustandard ist der Anteil der Energie für die Wassererwärmung höher, weil die Wärmeverluste durch die Wände geringer werden. Da Wärmepumpen Umweltenergie nutzen, ist die Verbesserung mit thermischen Sonnenkol- lektoren von geringerer Bedeutung und kaum amortisierbar. Wenn Subventionen und andere Finanz- hilfen vorhanden sind, wird der Einsatz interessant.

Quelle: Richard Phillips: " Wärmepumpen – häufig gestellte Fragen", Bundesamt für Energie BFE, Februar 2010

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Wie effizient sind Wärmepumpen heute?

Die physikalischen Einheiten von Arbeit bzw. Energie und von Leistung werden oft durcheinander gebracht. Leistung ist definiert als Arbeit pro Zeiteinheit.

 

Gebräuchliche Einheit

Umrechnung physikalische Einheit

Arbeit, Energie

1.0 kWh

3600 kJ

Leistung

1.0 kW

1000 W 

Welches ist der Unterschied zwischen COP und JAZ?

COP (Coefficient of performance = Leistungszahl) und JAZ (Jahresarbeitszahl) sind je ein Mass für die Effizienz. Der COP gibt bei der Wärmepumpe das Verhältnis zwischen Heizleistung und aufgenommener elektrischer Leistung bei einem bestimmten Betriebspunkt an, z.B. COP = 4.5 bei B0W35, d.h. die Wärmepumpe liefert bei einer Soletemperatur von 0°C und einer Nutztemperatur von 35°C (Heizung oder Warmwasser) 4.5 mal soviel Leistung als sie selber in Form von Strom aufnimmt. Die Leistungszahlen von Wärmepumpen werden in den Testzentren (z.B. am Wärmepumpen-Testzentrum WPZ in Buchs SG) an verschiedenen vorgegebenen Betriebspunkten gemessen. So können einzelne Wärmepumpen bezüglich ihrer Effizienz miteinander verglichen werden. Im praktischen Einsatz durchlaufen Wärmepumpen über das ganze Jahr gesehen unterschiedlichste Betriebspunkte. Der COP ist also nicht geeignet, den Betrieb einer Wärmepumpe umfassend zu charakterisieren. Dafür dient die Arbeitszahl (AZ). Die AZ gibt das Verhältnis zwischen produzierter Heizenergie und aufgenommener elektrischer Energie an. Über ein ganzes Jahr betrachtet, wird die Arbeitszahl als Jahresarbeitszahl (JAZ) bezeichnet. Für den Vergleich ist es wichtig, dass die Bilanzgrenze klar festgelegt ist. Eine hohe JAZ erfordert eine optimierte Dimensionierung der Gesamtanlage.

Die Effizienz einer Wärmepumpe hängt sehr stark vom Temperaturhub ab (Differenz zwischen dem Quellen- und dem Heiztemperaturniveau). Je höher die Quellentemperatur (Umweltwärme) und je tiefer die Heiztemperatur des Gebäudes desto höher ist die Effizienz. Zudem wird die Effizienz auch vom Benutzerverhalten beeinflusst. Daher muss für die Jahresarbeitszahl JAZ nicht eine Zahl, son- dern eine Bandbreite genannt werden.

Jahresarbeitszahlen JAZ

Neubau

Sanierung

Luft/Wasser-Wärmepumpen

2.8 – 3.5

2.5 – 3.0

Sole/Wasser-Wärmepumpen

3.5 – 4.5

3.2 – 4.0

Wasser/Wasser-Wärmepumpen

3.8 – 5.0

3.5 – 4.5

 
Quelle: Richard Phillips: " Wärmepumpen – häufig gestellte Fragen", Bundesamt für Energie BFE, Februar 2010

Kann mit einer Wärmepumpe ein Gebäude im tiefen Winter beheizt werden?

Grundsätzlich ja, denn alle eingesetzten Wärmepumpen sind bei den normalerweise benötigten unteren Einsatzgrenzen funktionsfähig. Einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Wärmepumpensystemen gilt es aber zu beachten:

Luft/Wasser-Wärmepumpen:
Luft/Wasser-Wärmepumpen haben eine untere Einsatzgrenze von ca. -20°C. Für Heizungsanlagen im Schweizer Mittelland, die nach SIA-Normen ausgelegt werden, heisst das, dass die Wärmeleistung bis -8 °C und bis zu einer Höhe von 1000 Metern (gemäss SIA Norm ca. -10 °C) erfüllt, resp. garantiert werden muss. Sinkt die Aussentemperatur über längere Zeit (einen oder mehrere Tage) unter den Auslegungswert (SIA-Norm), schaltet sich automatisch die Zusatzheizung ein. Statistisch gesehen tritt dieser Fall jedoch nur ganz selten auf.

Sole/Wasser-Wärmepumpen:
Bei diesen Wärmepumpen ist die richtige Dimensionierung der Erdwärmesonden wichtig. Dazu gibt es eine SIA-Norm (SIA 384/6) mit den Randbedingungen für eine richtige Dimensionierung.

Wasser/Wasser-Wärmepumpen:
Wenn für die Wärmequelle Grundwasser zur Verfügung steht, ist vor allem der Wasserdurchfluss und die Wasserqualität zu beachten. Eine Wasseranalyse zeigt, ob beispielsweise Korrosionsgefahr besteht.. Bei Oberflächenwasser aus Seen oder Flüssen muss die Wasserverschmutzung und vor allem die Frostgefahr bei absinkenden Aussentemperaturen beachtet werden.

Quelle: Richard Phillips: " Wärmepumpen – häufig gestellte Fragen", Bundesamt für Energie BFE, Februar 2010

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Eignen sich Wärmepumpen für Radiatorenheizungen?

Ja, Wärmepumpen können auch bei Radiatorenheizungen in Neubauten und Sanierungsobjekten eingesetzt werden. Die obere Einsatzgrenze der Vorlauftemperatur liegt bei einigen Wärmepumpenfabrikaten bei 55-65 °C.

Die benötigte Heiztemperatur hat einen grossen Einfluss auf die Effizienz. Je höher diese ist, desto schlechter wird die Effizienz. Deshalb lohnt sich die genaue Prüfung der tatsächlich benötigten Heiztemperatur. Es lohnt sich dabei fast immer, alte Heizkörper durch neue mit grösserer Heizfläche zu ersetzen. Ganz generell sollten energetische Massnahmen an der Gebäudehülle zur direkten Senkung des Wärmebedarfs und damit zur Reduktion der Heiztemperaturen geprüft werden. Die Senkung des Heizungsvorlaufs um 5 °C erhöht die Effizienz um ca. 8% (das heisst, dass die Wärmepumpe rund 8% weniger Strom verbraucht). Eine Wärmepumpe trägt jedoch auch mit einer eher tieferen Jahresarbeitszahl zur CO2-Reduktion bei.

Quelle: Richard Phillips: " Wärmepumpen – häufig gestellte Fragen", Bundesamt für Energie BFE, Februar 2010

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Wie viel Strom brauchen Wärmepumpen?

Die wichtigsten Stromverbraucher im Jahr 2006:

  • Verbrauch der ganzen Schweiz: 100%

  • Brenner von Öl- und Gasheizungen: 2%

  • Elektrische Widerstandsheizungen: 6%

  • Elektrische Warmwasser-Erhitzer: 4%

  • Haushaltgeräte: 11%

  • Antriebsmotoren in der Industrie: 19%

  • Beleuchtung: 13%

  • Züge, Trams, Seilbahnen 5% 

Zum Vergleich:
  • 112’800 Wärmepumpen (Stand Ende 2006) 1,5%

  • 400’000 Wärmepumpen (Ziel Ende 2020) 4% 

Der Ersatz aller Widerstandsheizungen und aller Warmwasser-Erhitzer würde genügend Strom freisetzen um 1 Million Wärmepumpen zu betreiben!

Quelle: Richard Phillips: " Wärmepumpen – häufig gestellte Fragen", Bundesamt für Energie BFE, Februar 2010

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Woher kommt der Strom für die Wärmepumpen?

Der in der Schweiz produzierte Strom stammt zu 40% aus der Kernkraft und zu 60% aus erneuerbaren Energiequellen, vor allem aus Wasserkraftwerken. Beim Verbrauch sieht die Bilanz umgekehrt aus: Stromimporte und -exporte führen dazu, dass der Strommix an der Steckdose zu rund 60% aus nicht erneuerbare Energiequellen stammt.

Für die Wärmepumpenanlagen in der Schweiz braucht es keine zusätzlichen Kraftwerke. Die erforderlichen Strommengen sind vorhanden. Zum Vergleich: mehr als ein Viertel des Gesamtstromverbrauches der Schweiz geht auf das Konto der privaten und öffentlichen Beleuchtung sowie der Haushaltgeräte. Die heute in Betrieb stehenden Wärmepumpen sind hingegen nur für 1-2% des Gesamtstromverbrauches verantwortlich. Durch Effizienzsteigerungen bei den Elektrogeräten und durch den Ersatz der Elektrowiderstandsheizungen kann mehr Strom eingespart werden, als die Wärmepumpen je brauchen.

Hausbesitzer können schon heute aus verschiedenen Stromprodukten auswählen: Wenn sie ihre Wärmepumpen mit Strom aus Wasserkraft, Windenergie oder Photovoltaikanlagen betreiben, stammt ihre Heizungswärme zu 100% aus erneuerbaren Energien.

Quelle: Richard Phillips: " Wärmepumpen – häufig gestellte Fragen", Bundesamt für Energie BFE, Februar 2010

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Welche gesetzlichen Regelungen gelten für Kältemittel?

Die gesetzlichen Grundlagen über die Regelung für Kältemittel sind in der Chemikalienverordnung (ChemRRV) enthalten. Demnach sind kältetechnische Anlagen mit einem in der Luft stabilen Kältemittel von mehr als 3 Kilogramm bewilligungspflichtig (Herstellerangabe Technisches Datenblatt und Typenschild auf Wärmepumpe). Rund ein Drittel der jährlich in der Schweiz verkauften Wärmepumpen fällt in diese Kategorie. Für diese Anlagen müssen die Besitzer mit den Lieferanten und Herstellern die vorgeschriebenen Dichtigkeitskontrollen durchführen, was im Rahmen von einfachen Kontrollgängen ohne Wartungsverträge möglich ist.

Gesetz und Vollzugsunterlagen:

Verordnung zur Reduktion von Risiken beim Umgang mit bestimmten besonders gefährlichen Stoffen, Zubereitungen und Gegenständen (Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, ChemRRV)

  • - Bewilligung von Anlagen mit in der Luft stabilen Kältemitteln (2. aktualisierte Auflage 2009)

  • - Wegleitung betreffend stationäre Anlagen und Geräte mit Kältemitteln, Wartungsheft,

    - Dichtigkeitskontrolle, Meldepflicht (2. aktualisierte Auflage 2006)

Was sind die wichtigsten Punkte dieser Wegleitungen?

  • a) Bewilligungspflicht für neue Anlagen mit mehr als 3 kg in der Luft stabilen Kältemittel

  • Dies betrifft Wärmepumpen, Kühlanlagen und Klimaanlagen.
    Bewilligungsinstanz sind im Normalfall die Kantone.

  • b) Dichtigkeitskontrolle (vorgeschriebener Zyklus) und Wartungsheft

  • Häufigkeit der Kontrolle: Die Dichtigkeitskontrolle eines Geräts oder einer Anlage muss nach jedem Eingriff in den Kältemittelkreislauf und bei jeder Wartung geprüft werden.

  • In der Regel gilt folgender Kontrollzyklus: Geräte und Anlagen, die vor Ort zusammen gebaut worden sind: Erste Kontrolle 2 Jahre nach Inbetriebnahme; weitere Kontrollen jährlich. Ausnahme für werksgefertigte Kompaktanlagen und -geräte. Werksgefertigte „dauerhaft ge- schlossene“ Kompaktanlagen und -geräte: Erste Kontrolle 6 Jahre nach Inbetriebnahme; Zweite Kontrolle nach weiteren 4 Jahren; weitere Kontrollen in Abständen von jeweils 2 Jah- ren.

  • Führung eines Wartungshefts: Die Inhaber von Geräten und Anlagen, welche mehr als 3 kg irgendwelcher Kältemittel enthalten, haben dafür zu sorgen, dass ein Wartungsheft geführt wird.

    c) Meldepflicht

  • Für Anlagen mit mehr als 3 kg Ozonschicht abbauendem oder in der Luft stabilen Kältemitteln gilt für die Inbetriebnahme, den Betrieb und die Ausserbetriebnahme eine Meldepflicht. Im Wartungsheft des SVK/FWS ist eine Meldekarte enthalten.

  • Bestehende Anlagen müssen ebenfalls gemeldet werden.


Die kompletten Wegleitungen können in Internet herunter geladen werden:

Bundesamt für Umwelt BAFU: www.bafu.admin.ch und FWS: www.fws.ch

Quelle: Richard Phillips: " Wärmepumpen – häufig gestellte Fragen", Bundesamt für Energie BFE, Februar 2010

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Was bedeuten die verschiedenen Gütesiegel?

In der Schweiz gibt es im Bereich der Wärmepumpen zwei Gütesiegel und das Zertifikat Fachpartner. Diese drei Auszeichnungen werden von der Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz (FWS) vergeben. Die Gütesiegel sind Bestandteil der Qualitätssicherungsmassnahmen der FWS und des Bundesamtes für Energie. Förder- und Anreizprogramme des Bundes, der Kantone und der EVU sind in der Regel an die Gütesiegel gebunden.

Eine Wärmepumpe bzw. eine Wärmepumpenreihe wird auf Antrag des Herstellers mit dem Wärmepumpen-Gütesiegel ausgezeichnet, wenn die Wärmepumpe die minimalen technischen Anforderungen erfüllt (z.B. minimaler im akkreditierten Prüfzentrum gemessener COP, Schallmessung auf Prüfstand, Mindestanforderungen betreffend Planungsunterlagen, vollständige Einbau- und Betriebsanleitung) und wenn der Hersteller in der Schweiz ein flächendeckendes Kundendienstnetz garantiert. Das Verfahren ist international abgestützt (European Heat Pump Association, EHPA).

Das Gütesiegel für Erdwärmesonden-Bohrfirmen sichert eine Arbeit nach dem Stand der Technik zu. Die Gütesiegelträger haben sich verpflichtet, eine Reihe von Regeln beim Einsatz und bei der Auswahl von Materialien und Geräten sowie bei der Arbeitsausführung einzuhalten und ihre Mitarbeiter regelmässig in fachliche Weiterbildungskurse zu schicken. Der Umwelt- und Gewässerschutz hat da- bei einen hohen Stellenwert. Die genauen Regeln sind im Gütesiegel-Reglement festgelegt. Die Einhaltung der Regeln wird durch die Gütesiegelkommission stichprobenweise kontrolliert.

Mit dem Prädikat Fachpartner mit Zertifikat werden Wärmepumpenfachleute (Heizungsplaner und Heizungsinstallateure) ausgezeichnet, welche eine zweistufige Weiterbildung der FWS und die anschliessende Fachprüfung erfolgreich absolviert haben. Die Träger des Zertifikats sind in der Lage, für Wärmepumpenanlagen in Kleinobjekten - Neubau und Sanierung - Einsatzmöglichkeiten zu erkennen, die notwendigen Daten vor Ort zu erfassen sowie eine Anlage korrekt zu planen, zu installieren und in Betrieb zu nehmen.

Quelle: Richard Phillips: " Wärmepumpen – häufig gestellte Fragen", Bundesamt für Energie BFE, Februar 2010